16./17.6.: Drive My Car. Endlich habe ich diesen Film im Programm!

Oscarprämierte japanische Drama-Romanze von Lieblingsschriftsteller Murakami

2 Std. 57 Min. / Drama, Romanze /  FSK: 12
Regie: Ryūsuke Hamaguchi
Drehbuch: Haruki Murakami, Ryūsuke Hamaguchi
Besetzung: Hidetoshi Nishijima, Toko Miura, Masaki Okada
Originaltitel: Doraibu mai kâ

Vorführung im Dorfkino Lögow: 

Do., 16. Juni, 19 Uhr | Fr., 17. Juni, 19 Uhr

Info: 

Ryūsuke Hamaguchi hat Kurzgeschichten des japanischen  Bestsellerautors Haruki Murakami zu einem Film verbunden. 

Das Drama wurde bei der Oscarverleihung zum besten internationalen Film gekürt. Insgesamt war der Film in vier Kategorien nominiert.

Inhalt:

Der Schauspieler und Theaterregisseur Yusuke Kafuku (Hidetoshi Nishijima) hat vor zwei Jahren seine Ehefrau Oto (Reika Kirishima) verloren.

Obwohl er diesen persönlichen Schicksalsschlag noch nicht gänzlich verarbeitet hat, erklärt er sich bereit, bei einem Festival in Hiroshima das Tschechow-Stück Onkel Wanja in Szene zu setzen.

Dort trifft Kafuku auf Misaki (Toko Miura), die ihm als Fahrerin zugewiesen wird. Die zurückhaltende junge Frau chauffiert den Künstler fortan in seinem roten Saab 900 zur Arbeit und wieder zurück.

Auf ihren gemeinsamen Fahrten beginnen die Beiden ganz zögerlich, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und öffnen sich einander, um von ihrer beider Leben zu berichten... filmstarts.de

Kritik:

Glaubt man den Bestenlisten der internationalen Filmkritik, dann ist der Film "Drive my Car" des japanischen Regisseurs Ryūsuke Hamaguchi der Film des Jahres. Auch der kinoliebende amerikanische Ex-Präsident Barack Obama nannte "Drive my Car" vor wenigen Tagen an erster Stelle seiner "Favorite movies of the Year". NDR


Der Film ist lang (fast drei Stunden) und fordert ein inten­sives Einlassen auf die Texte; er fließt trotz drama­ti­scher und emotio­naler Ereig­nisse und über­ra­schender Wendungen eher ernst und ruhig dahin, was mit der oft fast starr anmu­tenden Mimik der Prot­ago­nisten korre­spon­diert;

 

die sparsam einge­setzte Musik (Eiko Ishibashi) mit ihren teils jazzigen, manchmal eher sphä­ri­schen Klängen lässt vieles im Unge­fähren, ähnlich wie in vielen Murakami-Werken, so dass wir uns als Zuschauer auf den langen Fahrten durch das meist graue Japan dem langsamen, behut­samen Prozess der Verar­bei­tung und Neusor­tie­rung der Gefühle hingeben können, unter­stützt durch eine ebenfalls ruhige, fast konven­tio­nelle Kame­rafüh­rung (Hidetoshi Shinomiya). Arteschock, Chr. Becker


About the Author Andreas Hahm-Gerling

Webdesigner, Journalist. Forschte zu Murnau und Truffaut. Verfilmte ein Strawinsky-Ballett, schrieb für FR & Co. über Film und Beteiligte (lange her).

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