30.6./1.7.: Eine Nacht in Helsinki

Der neue Film von Aki Kaurismäki

1 Std. 25 Min. / Drama
Regie: Mika Kaurismäki
Drehbuch: Mika Kaurismäki, Sami Keski-Vähälä
Besetzung: Timo Torikka, Pertti Sveholm, Kari Heiskanen
Originaltitel: Yö armahtaa
FSK 6

Vorführung im Dorfkino Lögow: 

Do., 30. Juni, 19 Uhr | Fr., 1. Juli, 19 Uhr

Inhalt:

DWährend des Corona-Lockdowns kommen zwei Männer in einer verlassenen Bar zusammen, um miteinader zu sprechen und ein paar besondere Flaschen Wein zu öffnen. Obwohl die Bar von Wirt Heikki (Pertti Sveholm) eigentlich geschlossen ist, öffnet er für seinem Freund Risto (Kari Heiskanen) die Türen, um ihm wegen seiner gescheiterten Ehe Trost zu spenden. Das Männerduo wird schlagartig zu einem Trio, als ein unerwarteter Gast zu den beiden Männern stößt und sich weigert, die Lokalität wieder zu verlassen. Es handelt sich um den Sozialarbeiter Juhani (Timo Torikka), der alleine mehr Probleme zu haben scheint als Heikki und Risto zusammen. Aus der Bar in Helsinki wird spontan eine Psychotherapiepraxis und die drei Männer bekommen eine dringend benötigte Therapiesitzung.

Kritik:

Aus was soll Mika Kaurismäkis »Corona-Film« sonst bestehen, wenn nicht aus einfach drei Männern, einer Kneipe und einigen Gläsern Wein. Und dann wird am Ende irgendwie doch wieder mehr draus. Vielleicht kein »großer« Kaurismäki, aber immer noch ein Film zur Zeit, der beruhigend zeitlos wirkt. epd film

Um Eine Nacht in Helsinki zu drehen, hat Kaurismäki auf ein klassisches Drehbuch verzichtet. Er hat lediglich den großen Bogen seiner Erzählung vorgegeben, die Ausgestaltung der Figuren aber seinen Darstellern überlassen. Nicht mal er als Regisseur wusste, wie die Gespräche und Szenen laufen würden. Dieses Prinzip der gelenkten Improvisation ist inzwischen ein beliebtes Mittel, um gerade Dialogen um sehr existenzielle und ethische Fragen mehr Realismus zu verleihen. Auch den drei Schauspielern Sveholm, Heiskanen und Torikka gelingt das. Die Zeit


About the Author Andreas Hahm-Gerling

Webdesigner, Journalist. Forschte zu Murnau und Truffaut. Verfilmte ein Strawinsky-Ballett, schrieb für FR & Co. über Film und Beteiligte (lange her).

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