Bad Luck Banging or Loony Porn. Ein Film, der den Mindestabstand nicht achtet und die Berlinale gewinnt.

Freitag, 10.9., 20:15 Uhr

“Skizze für einen Heimatfilm. Niemand nimmt wahr, dass die Welt in einem tiefen Ozean der Zeit versinkt, in einem tiefen Ozean voller Raubtiere, die sich Tod und Altersschwäche nennen.” Mahabharata XII.28.43.

Dieses Zitat folgt auf einen Ausschnitt aus einem Amateurporno, der lang genug läuft, um peinlich zu berühren und einen zweifeln lässt, ob man den richtigen Eingang erwischt hat.

Aber dann wird alles gut.

FSK-18-Satire, die den Goldenen Bären dieses Jahr abräumte.

FSK-18-Satire, die den Goldenen Bären dieses Jahr abräumte.

Den Goldenen Bären gibt es schließlich nicht per Zufall. Vielleicht der erste Film, der nicht nur unter pandemischen Bedingungen entstanden ist, sondern das auch zu seinem Vorteil zu nutzen weiß.

Darüberhinaus eine FSK 18 Satire – bitterböse, mit Kapiteln ohne Unterhaltungs-, dafür mit epischem Wert (episch im Sinne von Brecht). Das reicht doch an Alleinstellungsmerkmalen, oder?

Also bitte, beachten Sie den Mindestabstand. Zum Faschismus. Zur Reklame. Zur Gewalt. Zur Gesellschaft. Zur Moral. Der Filmemacher beachtet ihn jedenfalls … nicht.

About the Author Andreas Hahm-Gerling

Web-Designer, Journalist, Fotograf. Forschte zu Murnau und Truffaut. Verfilmte ein Strawinsky-Ballett, schrieb für FR & Co. über Film und Beteiligte (lange her).

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