Dreiviertelblut Weltraumtouristen: Warnung vor dem Film

Donnerstag, 9.9.2021, 20:15 Uhr

Den Film „Dreiviertelblut – Weltraumtouristen“ habe ich ins Programm genommen, weil ich dachte, der Rosenmüller Marcus, der hat doch „Wer früher stirbt ist länger tot“ gemacht. Alles klar.

Und diese Clique um ihn und seinen Kameramann hat sich nun halt erweitert um die beiden Musiker, die die Band „Dreiviertelblut“ formen. Alle Leute so etwa ein Jahrgang, ein Geschlecht, eine Nationalität (Bayern), und wer ein Fan dieser Volksmusik ohne Folklore ist – und sie ist schön – der kann den Film von vorne bis hinten gut aushalten.

Für alle anderen, die Preußen unter uns, wird’s nicht langen.

Weltanschauung, Musik und mehr

Weltanschauung, Musik und mehr: Dreiveiertelblut

Etwas strenger, etwas entschiedener die Kameraführung, und wir würden den Daumen heben. Aber sie entscheidet sich trotz Schwarz-Weiß nicht zwischen Eigenart und Konvention.

So bleibt die Doku was, in der man sich gemütlich macht, man ist ja unter sich. Es fehlte hier ein Korrektiv des Kollektivs, spätestens im Schnitt.

Aber wie gesagt: Wer die Musik der Band mag, und ihre Texte, und ihre Einsichten und Weltanschauungen, wird belohnt und versorgt mit kauzigen Ideen (post Achternbusch, netterweise ganz ohne dessen Schärfe).

 

Über den Autoren Andreas Hahm-Gerling

Web-Designer, Journalist, Fotograf. Forschte zu Murnau und Truffaut. Verfilmte ein Strawinsky-Ballett, schrieb für FR & Co. über Film und Beteiligte (lange her).

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