Glück ist was für Weicheier

Sollte man einen Film, der vom Sterben handelt, sehen? Nicht, wenn er einen runterzieht. Vielleicht, wenn es eine Komödie ist. Hier ist es ein Coming of Age-Drama, und der Film ist still und wunderbar.

Glück ist was für Weicheier - Dorfkino Lögow - Martin Wuttke, Ella Frey

Glück ist was für Weicheier – Dorfkino Lögow – Ella Frey

Ein Kosmos eigenwilliger Menschen, ein Mädchen, das wie ein Junge aussieht, ein Vater, der statt Musik Walgesänge beim Autofahren hört, eine sterbende Schwester, die Zombiefilme liebt. Da fehlen nur noch Sie als Zuschauer, mit der Aufgabe, beim Zuschauen Ihre überraschendste, ihre abwegigste und Ihre zuversichtlichste Seite kennenzulernen. Es lohnt.

Falls Sie den Film verpasst haben – es ist kein typischer Sommerfilm. Er passt in den Herbst. Vielleicht, wenn ein Verwandter gestorben ist, oder ein guter Freund an einer unheilbaren Krankheit leidet. Solche Dinge passieren.

Dann ist es Zeit sich an diesen Film zu erinnern – “Glück ist was für Weicheier”.

Glück ist was für Weicheier - Dorfkino Lögow - Martin Wuttke, Ella Frey

Glück ist was für Weicheier – Dorfkino Lögow – Martin Wuttke, Ella Frey

Er ist in der Lage, Empathie zu entwickeln, er lockt die Tränen.

Falls Sie nicht über Ihr Unglück heulen können, dann können Sie über dieses hier heulen.

Der Film bietet keine laute, aber auch keine nicht zu stille Katharsis. Er könnte helfen. Ziehen Sie ihn dann und darum oder aus jedem anderen, in die Stille strebenden Anlass in Betracht.

Buch, Regie und Darsteller haben etwas geschafft, eine schmale Linie getroffen, was selten ist. Im Kino und überhaupt.

Glück ist was für Weicheier - Dorfkino Lögow - Martin Wuttke, Ella Frey

Glück ist was für Weicheier – Dorfkino Lögow – Ella Frey, rechts

About the Author Andreas Hahm-Gerling

Web-Designer, Journalist, Fotograf. Forschte zu Murnau und Truffaut. Verfilmte ein Strawinsky-Ballett, schrieb für FR & Co. über Film und Beteiligte (lange her).

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