19./20./27.5.: Niemand ist bei den Kälbern

Anti-Heimatfilme sind die besseren Heimatfilme

1 Std. 56 Min. / Drama
Regie: Sabrina Sarabi
Drehbuch: Alina Herbing, Sabrina Sarabi
Besetzung: Saskia Rosendahl, Rick Okon, Godehard Giese

Vorführung im Dorfkino Lögow: 

Do., 19./Fr., 20., | Fr., 27. Mai - jeweils 19 Uhr

Inhalt: 

Es ist Hochsommer in Schattin, einem Kaff im Norden von Mecklenburg-Vorprommern. Die 24-jährige Christin (Saskia Rosendahl) lebt hier mit ihrem ein Jahr älteren Freund Jan (Rick Okon) auf dem Milchviehhof seines Vaters mitten in der Provinz. Hier gibt es fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und jede Menge Felder. Von der Aufbruchstimmung der Nachwendejahre, die die Jugend von Jan und Christin prägte, spüren sie schon seit langer Zeit rein gar nichts mehr. Hinzu kommt, dass auch ihre Liebe zueinander weitgehend erloschen ist. Christin hat dieses Leben mehr als nur satt und will aus der provinziellen Enge Schattins verschwinden. Wohin, weiß sie noch nicht. Als eines Tages der 46-jährige Windkraftingenieur Klaus (Godehard Giese) aus Hamburg auftaucht, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt.

Kritik:

Sensibel, aber dennoch ungeschönt entwirft Sabrina Sarabi das Bild eines konservativen und misogynen Landlebens – und zwar mit einer Protagonistin, die nicht einfach nur das sympathische Opfer ist: Spannend vielschichtig verleiht Saskia Rosendahl ihrer Christin sowohl eine sympathische Naivität als auch etwas unangenehm Abstoßendes – eine verdientermaßen preisgekrönte schauspielerische Leistung. (filmstarts.de)

About the Author Andreas Hahm-Gerling

Webdesigner, Journalist. Forschte zu Murnau und Truffaut. Verfilmte ein Strawinsky-Ballett, schrieb für FR & Co. über Film und Beteiligte (lange her).

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